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Wenn dein Kopf noch raucht, obwohl du Nichtraucher bist

Reality is overrated. Dive deeper.

Nicole Arzt

Du hattest eine Raucherentwöhnung mit Hypnose und denkst noch ans Rauchen? Warum passiert das, obwohl du gar kein echtes Verlangen mehr hast?

Aus meiner Arbeit mit Hypnotisanden kenne ich genau diese zunächst irritierende Erfahrung: Der Kopf erinnert sich noch ans Rauchen, während sich das Rauchen selbst bereits fremd und überhaupt nicht mehr passend anfühlt.

Warum raucht der Kopf noch, obwohl du bereits Nichtraucher bist? Diese Frage ist spannender, als sie auf den ersten Blick wirkt. Denn sie führt direkt in einen Bereich, in dem Psychologie, Hypnose, Gedächtnis, Körperreaktionen und Nervensystem zusammenkommen.

Viele Menschen stellen sich Veränderung sehr einfach vor: Vorher will ich rauchen. Nachher will ich nicht mehr rauchen. Vorher habe ich Angst. Nachher ist die Angst weg. Vorher habe ich ein Muster. Nachher existiert es nicht mehr.

Aber alte Muster verschwinden nicht immer wie gelöschte Dateien von einer Festplatte. Häufig verändern sie zuerst ihre Bedeutung. Der Gedanke kann noch kurz auftauchen, aber er hat nicht mehr dieselbe Macht. Genau dort wird es interessant.

Der Gedanke ist nicht das Verlangen

Einige Hypnotisanden berichten nach einer erfolgreichen Raucherentwöhnung etwas, das sie zunächst irritiert:

„Ich denke manchmal noch kurz ans Rauchen. Aber ich will eigentlich gar nicht rauchen.“

Oder:

„Ich stelle mir für einen Moment vor, wie es wäre, wenn ich noch rauchen würde. Gleichzeitig fühlt sich Rauchen sofort unangenehm oder falsch an.“

Auf den ersten Blick klingt das widersprüchlich. Ist da nun noch ein Verlangen oder nicht? Ist die Veränderung stabil oder nicht? Kommt das alte Muster zurück?

Aus psychologischer Sicht betrachtet: Ein Gedanke an das Rauchen ist noch kein Rauchverlangen. Ein Gedanke kann eine Erinnerung sein. Eine ehemalige Gewohnheit. Ein altes inneres Programm, das kurz aufleuchtet, weil es über Jahre oder Jahrzehnte oft aktiviert wurde. Das bedeutet aber nicht, dass dieser Gedanke ein Wunsch ist.

Genau dieser Unterschied ist entscheidend. Das Bewusstsein kann sich noch erinnern: Zigarette, Pause, Kaffee, Stress, Belohnung, soziale Situation.

Aber das Unterbewusstsein ist bereits verändert: Nein. Das passt nicht mehr. Das will ich nicht mehr. Das fühlt sich nicht mehr richtig an. Dann taucht nicht mehr das alte Verlangen auf, sondern eher ein kurzer Schatten des alten Verhaltens.

Raucherentwöhnung: Wenn sich das alte Muster nochmal meldet

Rauchen ist nicht nur Nikotin. Rauchen ist auch Ritual. Die Zigarette nach dem Essen. Die Zigarette zum Kaffee. Die Zigarette bei Stress. Die Zigarette als Pause. Die Zigarette als Belohnung. Die Zigarette als kleine Rebellion. Die Zigarette als scheinbarer Anker in einem angespannten Moment.

Über Jahre kann Rauchen mit sehr vielen Situationen verknüpft werden. Das Gehirn lernt nicht nur: Nikotin. Es lernt auch: Wenn X passiert, dann kommt Y.

Stress → Zigarette.

Langeweile → Zigarette.

Kaffee → Zigarette.

Warten → Zigarette.

Anspannung → Zigarette.

Diese Verknüpfungen können als alte Gewohnheitsspuren noch eine Zeit lang auftauchen. Das ist kein Zeichen von Misserfolg. Es kann schlicht bedeuten, dass das bewusste Gedächtnis alte Pfade noch kennt.

Entscheidend ist, was danach passiert.

Wenn ein Hypnotisand nach der Raucherentwöhnung denkt: „Früher hätte ich jetzt geraucht“ und dann sofort spürt: „Aber ich will das gar nicht mehr“, dann ist das oft ein Zeichen, dass das Unterbewusstsein bereits umgeschrieben wurde. Die alte Gewohnheit meldet sich. Aber sie hat keine Macht mehr. Das ist ein großer Unterschied.

Hypnose verändert die Bedeutung

Viele Veränderungsversuche bleiben auf der Ebene des bewussten Willens hängen.

„Ich darf nicht rauchen.“

„Ich sollte nicht rauchen.“

„Rauchen ist ungesund.“

„Ich muss stark bleiben.“

Das kann funktionieren, ist aber oft anstrengend. Denn der bewusste Wille muss dann gegen ein unterbewusst attraktiv gespeichertes Muster ankämpfen.

Hypnose setzt tiefer an, weil sie mit Aufmerksamkeit, inneren Bildern, emotionaler Bedeutung, Suggestion, Erinnerung und Körperempfinden arbeitet. Wenn sich in Hypnose die Bedeutung des Rauchens verändert, verändert sich nicht nur der Satz im Kopf. Dann kann sich auch die innere Richtung verändern.

Aus „Ich brauche das“ wird „Das gehört nicht mehr zu mir“.

Aus „Das beruhigt mich“ wird „Das war eine alte Verwechslung“.

Aus „Ich verzichte“ wird „Ich bin frei davon“.

Und das ist so viel mehr als nur positives Denken. Es ist eine neue innere Verknüpfung.

Genau deshalb berichten unsere Hypnotisanden nach erfolgreicher Veränderung nicht: „Ich kämpfe tapfer dagegen an“, sondern eher: „Es fühlt sich einfach nicht mehr passend an“ oder sogar „Wie konnte ich überhaupt so viele Jahre lang rauchen?“

Du möchtest Videos von Menschen sehen, die es bereits geschafft haben? Hier findest du Video Erfahrungsberichte unserer Hypnotisanden zur Raucherentwöhnung.

Warum der alte Gedanke trotzdem noch auftauchen darf

Ein Missverständnis entsteht, wenn Menschen glauben, nach der Hypnose zur Raucherentwöhnung dürfe nie wieder ein Gedanke an das alte Rauchverhalten auftauchen. Aber wenn jemand zehn, zwanzig oder dreißig Jahre geraucht hat, ist es völlig plausibel, dass das Gehirn bestimmte Situationen noch erkennt: Früher wurde hier geraucht. Früher gehörte das zusammen. Früher war das Teil des Tages.

Das bedeutet nicht, dass man zurück will. Der interessante Punkt ist nicht, ob eine alte Erinnerung auftaucht. Der interessante Punkt ist, ob sie die Kontrolle übernehmen kann.

Hat sie Zugkraft?

Hat sie Belohnungswert?

Hat sie emotionale Attraktivität?

Oder erscheint sie nur noch wie ein altes Bild, das man erkennt, aber nicht mehr betreten möchte?

Bewusstsein erinnert und das Unterbewusstsein hat die Macht

Das bewusste Denken kann alte Gewohnheiten, wie das Rauchen, noch abrufen, während die emotionale Bewertung bereits verändert ist. Genau deshalb sollte man solche Gedanken nicht immer sofort dramatisieren. Wer jeden kurzen Rauchgedanken analysiert, gibt ihm unnötig Bedeutung. Dann wird aus einem alten Echo plötzlich ein Problem. Viel hilfreicher ist eine ruhige innere Einordnung: „Ah, altes Muster.“

Und dann weitergehen. Nicht bekämpfen. Nicht verhandeln. Nicht innerlich diskutieren. Nur erkennen: Das war einmal ein Weg. Heute ist es keiner mehr. Heute bin ich frei.

Wenn der Körper Nein sagt, bevor der Kopf fertig ist

Besonders spannend ist, dass manche Hypnotisanden nach der Hypnose bewusst noch unsicher sind, ob sie es wirklich schaffen. Der Kopf fragt noch: „Bin ich jetzt wirklich Nichtraucher?“ Aber das Verhalten ist längst eindeutig: Sie rauchen nicht. Sie greifen nicht zur Zigarette. Sie spüren keinen echten Zug. Sie empfinden Rauchen oft sogar als fremd oder unangenehm.

Dann ist der bewusste Verstand manchmal langsamer als die tiefere Veränderung im Unterbewusstsein. Er braucht noch Beweise. Auch das ist menschlich. Der Kopf möchte Sicherheit. Das Unterbewusstsein hat die Richtung oft schon gewechselt. Und der Körper zeigt es bereits.

Die eigentliche Veränderung ist nicht Gedankenfreiheit

Wichtig zu wissen: Viele Hypnotisanden denken nach einer Raucherentwöhnung mit Hypnose gar nicht mehr an Zigaretten.

Aber es gibt ebenso einige Hypnotisanden, die noch an das Rauchen denken. Das Ziel einer Raucherentwöhnung ist nicht zwingend, dass nie wieder ein Gedanke an die alte Gewohnheit auftaucht.

Das Ziel ist, dass der alte Gedanke seine Macht verliert: Er darf auftauchen, aber er führt nicht mehr. Er darf erinnert werden, aber er zieht nicht mehr. Er darf sichtbar werden, aber er löst keine Handlung mehr aus. Bei der Raucherentwöhnung mit Hypnose ist das ein entscheidender Unterschied. 

 


Quellen:

  1. Betts, J. M. et al. (2021): A Meta-Analysis of Cue Reactivity in Tobacco Cigarette Smokers.
  2. Karelitz, J. L. (2020): Differences in Magnitude of Cue Reactivity Across Durations of Smoking History: A Meta-analysis.
  3. Barnes, J. et al. (2019): Hypnotherapy for smoking cessation.
  4. Hasan, F. M. et al. (2014): Hypnotherapy is more effective than nicotine replacement therapy for smoking cessation: results of a randomized controlled trial.

Autor: Nicole Arzt.

 

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Nicole Arzt ist Wirtschaftspsychologin M.A. und B.A. mit Spezialisierung auf Coaching, zertifizierter Hypnocoach und Certified Hypnotist der National Guild of Hypnotists (NGH). Sie ist Gründerin und Inhaberin von Coaching Place Hypnose | Hypnocoaching. Nicole Arzt entwickelte AI × Human Mind und die Hypnoji Welt. AI × Human Mind verbindet Hypnocoaching mit künstlicher Intelligenz in Form personalisierter Hypnoji Bots. Sie entwickelte die Nicole Arzt Methode, in die ihre praktische Erfahrung aus über 20 Jahren und über 8.000 durchgeführten Hypnosen einfließt.

Nicole Arzt und ihr Unternehmen Coaching Place haben insgesamt über 1.500 veröffentlichte Bewertungen. Davon sind über 1.100 Bewertungen auf coaching-place.de und coaching-place.com sichtbar, unter anderem auf den Seiten zu ihrer Person, ihren Leistungen und ihren beiden Standorten für Hypnose in Berlin und Nürnberg. Über 400 der insgesamt veröffentlichten Bewertungen stammen von externen Portalen und sind bei ProvenExpert gebündelt sichtbar. Neben den insgesamt über 1.500 veröffentlichten Bewertungen gibt es auf ihrem YouTube Kanal zahlreiche Video Erfahrungsberichte.

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Natürlich denke ich manchmal noch daran, vor allem in Situationen wo ich früher immer geraucht habe ☺️ aber es ist kein Verlangen da. Wirklich überhaupt kein Verlangen.

T. Schmeusinger
aus
Berlin

Rauchen nach der Hypnose

Bei mir waren die Gedanken daran komplett verschwunden. Bin überglücklich, dass ich nicht mehr Rauchen muss. Ist jetzt bereits 6 Jahre her. Danke.

Kristin
aus
Nürnberg
Bekannt aus:

Hypnose Bewertungen für Berlin und Nürnberg.Erfahrungen & Bewertungen zu Coaching Place Hypnose | HypnocoachingNGH SiegelGütesiegel des Deutschen Instituts für Klinische HypnoseDeutscher Verband für Hypnose e.V. SiegelDeutscher Verband Hypnose e.V.

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